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Bald ist's soweit

Vor über einem Jahr entstand die Idee für eine längere Reise mit dem Fahrrad. Was sich damals noch als unwirklich und weit entfernt anfühlte kommt nun immer näher. Wie machen wir das mit den Versicherungen? Welche Medikamente sind sinnvoll? Wie repariert man einen Speichenbruch? Und was machen wir mit unserer Wohnung?

Das ist nur eine kleine Auswahl an Fragen, die mit der Zeit immer weiter in den Vordergrund rücken und nach Antworten verlangen. Mittlerweile können die Tage bis zum Start von Hand gezählt werden und doch sind noch viele Dinge zu tun. Der ganze Wohnungsumzug ist inzwischen in vollem Gang. Auch die Velos müssen nochmals auf vordermann gebracht werden. Der Gedanke, dass es bald losgeht ist omnipräsent.

Es ist schwierig zu beschreiben wie wir uns vor dieser Reise fühlen. Es überwiegt klar die Neugierde sowie die Freude von der Freiheit auf dem Velo. Länder und Leute kennen zu lernen und die Tage sowie das Wetter zu geniessen. Trotz allem mischt auf der anderen Seite ein gewisser Respekt vor dem Unbekannten mit.

Es gibt jede Menge Tipps und Tricks von Radreisenden im Internet und der Fakt, dass viele mit dem Rad schon riesen Strecken absolviert haben gibt uns zusätzliche Sicherheit.

 

Ganz bewusst haben wir den Reisestart auf Anfang März gesetzt - in der Hoffnung, dass wir mitten in den Frühling hineinfahren können. Der Blick aus dem Fenster gibt uns die Bestätigung, dass wir damit nicht ganz verkehrt lagen. Denn die Temperaturen steigen stetig an und viele Leute sind wieder auf dem Fahrrad unterwegs.

Falls wir doch noch von den Eisheiligen überrascht werden, so wären wir trotzdem gewappnet. Die Kunst für jeden Fall das Richtige dabei zu haben war eine kleine Herausforderung. So möchte man so wenig Gewicht wie möglich und doch am liebsten alles dabei haben. Auch hier halfen uns Reiseberichte und Packlisten von anderen Fernradlern weiter. Voraussichtlich sind wir jedoch lange in Europa unterwegs, wo viele Besorgungen noch gemacht werden können. Unsere Ausrüstung werden wir euch während der Tour mal genauer beschreiben.

 

Der Abschied von Familien, Freunden und von der Aussicht über das „Hölderli“ wird uns bestimmt nicht leicht fallen. Umso mehr freuen wir uns darauf euch alle im Portier nochmals auf ein Bier zu treffen. Am Tag darauf sind wir dann bereit für die ersten Stunden im Sattel.